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September 2020: Die Studierendenvereinigung der London School of Economics beschließt, Rindfleisch vom Menü zu nehmen

Rindfleisch ist eines der treibhausgasintensivsten Nahrungsmittel überhaupt. Die Studierendenvereinigung der London School of Economics (LSE SU) besitzt zwei Kantinen, von denen eine früher Rindfleischpasteten und Fleischkloßgerichte verkaufte. Am 4. September 2020 teilte uns das Führungsgremium der Vereinigung mit, dass sie kein Rindfleisch mehr bestellen werden. Alle auf Rindfleisch basierenden Artikel werden von der Speisekarte genommen, sobald die alten Vorräte verbraucht sind. Dies bedeutet, dass eine von fünf Einrichtungen auf dem LSE-Campus ihre Speisekarte von Rindfleisch befreit hat, während weitere sechs im Jahr 2019/20 ohnehin kein Rindfleisch angeboten hatten. Drei der fünf sind im Besitz der Universität und werden weiterhin von Food4Thought LSE lobbyiert. Die andere ist in Privatbesitz.

  • Erfolg: Die LSE-Studierendenvereinigung stellt den Verkauf von Rindfleischgerichten voraussichtlich kurz nach Beginn des akademischen Jahres 2020/21 ein.

Februar 2020: Die Studierendenvereinigung der London School of Economics beschließt, Rindfleisch vom Menü zu nehmen

Im Februar 2020 legte die Lokalgruppe Food4Thought an der London School of Economics (LSE) einen Antrag zur Abstimmung in der Studierendenvollversammlung (Union General Meeting) vor. Im Antrag forderten sie, Rindfleisch als umweltschädlichstes Tierprodukt vom Menü der Mensen zu streichen, die von der Studierendenvertretung (LSE Students‘ Union) betrieben werden, sowie dasselbe von den restlichen Campus-Mensen zu fordern, welche von der Universität selbst betrieben werden. Außerdem forderte der Text des Antrags eine schrittweise Umstellung auf rein pflanzenbasiertes Essen.

  • Erfolg: Dem Antrag wurde mit 59% der Stimmen zugestimmt.
  • Theory of change: Den Treibhausgasfußabdruck der LSE zu senken und weniger Tierprodukte zu konsumieren.
  • Rezeption: Die Studierendenzeitung äußerte sich insgesamt positiv über den Antrag, mit zwei positiven, einem negativen Artikel, sowie einem positiven Artikel, den Food4Thought selbst verfasste. Die in Großbritannien landesweit vertretene Zeitung Daily Mail berichtete über das Abstimmungsergebnis.
Rinder im Amazonas, in einem Gebiet, das von der brasilianischen Regierung (Ibama) nicht zur Rodung freigegeben ist, in Aripuana MT, Brasilien. Credits: Bruno Kelly / Greenpeace

Januar 2020: Die Universiy of the West of Scotland bietet täglich pflanzenbasiertes Essen an

Im Januar 2019 begann das Food4Thought-Team an der University of the West of Scotland (UWS), sich mit der Leitung des Caterings auf dem Paisley-Campus zu treffen. In einem ersten Schritt vereinbarten sie, jeden Tag eine pflanzliche Option in ihre Speisekarte aufzunehmen. Die UWS besteht aus vier Campi im Westen Schottlands, und diese Entscheidung gilt für drei von ihnen: Ayr, Lanarkshire und Paisley. Dies war nicht nur ein notwendiger Schritt für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit, ein Gericht hat seitdem entschieden, dass Veganismus eine philosophische Überzeugung ist. Das bedeutet, dass nun in Großbritannien (nicht Nordirland) gesetzlich feststeht, dass Veganerinnen und Veganer am Arbeitsplatz, in der Bildung und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen nicht diskriminiert werden dürfen. Da dies für Cateringunternehmen gilt, können wir dies in unseren zukünftigen Kampagnen nutzen, um sicherzustellen, dass in allen Bildungseinrichtungen in Großbritannien pflanzliche Optionen angeboten werden. Lies hier mehr über das Urteil.

  • Erfolg: Planzenbasiertes Essen wird jetzt auf drei von vier Campi täglich angeboten, statt nur ab und zu.
Sojasprossen